Karlsruher Klimahäuser
Auszeichnungen der Klimaschutz- und Energieagentur des Landes (KEA)

4 Mehrfamilienhäuser (teilweise mit Gewerbenutzung im EG) und ein Einfamilienhaus erhielten nach einer energetischen Sanierung und Moderniesierung durch unser Büro die Auszeichnung „Klimahaus Baden-Württemberg“ und sind im Klimahaus-Atlas veröffentlicht.

Die Initiative „Karlsruher Klimahäuser“ zeichnet vorbildhaft sanierte Bestandsgebäude oder besonders effiziente Neubauten aus und weist auf deren energetische und auch wirtschaftliche Einsparpotenziale hin, um so die breite Öffentlichkeit mehr für das Thema Energieeffizientes Bauen und Wohnen zu sensibilisieren und einen Beitrag zur Einhaltung der Karls­ru­her Klima­schutz­ziele zu leisten.

Umbau eines Supermarktes zum Mehrfamilienhaus – Karlsruhe Durlach

Das Erdgeschoss des 1985 erbauten Gebäudes wurde lange Zeit als Supermarkt genutzt, während sich im Obergeschoss fünf Wohnungen befanden. Da der Supermarkt aufgrund seines Bauzustandes und seiner Größe seit mehreren Jahren nicht zu vermieten war, wurde das Gebäude in den Jahren 2014/15 saniert und umgebaut. Der energetische Standard des Gebäudes wurde durch Dämmungen und einen Heizungstausch verbessert, und die Supermarktfläche im Erdgeschoss wurde zu Wohnungen umfunktioniert.

Durch die Hanglage und die große Gebäudetiefe des Erdgeschosses erwies sich der Umbau in Wohnungen als schwierig, da die Belichtung nur von einer Seite aus möglich war. Gelöst wurde dieses Problem durch Schaffung von Atrien, indem die Decke zur Hangseite hin entfernt wurde, um Licht in das Erdgeschoss zu lenken. Zur Trennung der Atrien wurden neue, vorgelagerte Treppenhäuser erbaut. Durch große Balkone und die Nutzung des Flachdaches als Terrassen entstanden im Dachgeschoss attraktive private Außenbereiche.

Durch die Sanierung konnten energetisch vorteilhafte und optisch attraktive Wohnungen in einer optimalen Aussichtslage direkt auf dem Geigersberg geschaffen werden.

Die Sanierung im Detail:
  • Dämmung der Pultdächer mit Mineralwolle
  • Dämmung der Flachdachterrassen mit Polyurethan-Hartschaum
  • Dämmung der Fassaden mit expandiertem Polystyrol
  • Dämmung der Kellerdecke mit Blähperlit
  • Einbau von Kunststofffenstern mit sehr geringem U-Wert
  • Einbau eines modernen Gas-Brennwertkessels
  • Einbau einer aktiven Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • angenehmes Raumklima und Schimmelvorbeugung

Umbau und Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses – Karlsruhe Innenstadt

Das 1955 errichtete sechsgeschossige Wohngebäude mit Läden und einem Café im Erdgeschoss wurde 2010/11 umfassend renoviert. Es befindet sich am Stephansplatz, einem der prominenten Plätze in Karlsruhe. Ein besonderes Merkmal ist die runde Ecklösung mit umlaufenden Balkonen. Durch die Sanierung wurde nicht nur der energetische Standard erheblich verbessert, sondern auch die Barrierefreiheit sämtlicher Wohnungen sowie eine bessere Nutzbarkeit der Wohnfläche erreicht.

Da die Wärmebrückenproblematik gerade bei Balkonen sehr groß ist, wurden die alten Balkone entfernt und mit thermisch getrennten Befestigungen erneuert. Durch die Form und Geländergestaltung der Balkone wirkt das Gebäude modern, ohne dabei die typischen architektonischen Merkmale der 50er Jahre zu verbergen. Ein zurückgesetzter Balkon im 5. OG wurde in einen Wintergarten umgebaut, wodurch weitere Wärmebrücken entfernt und gleichzeitig Offenheit zu den Wohnräumen erreicht werden konnte.

Im Zuge der Sanierung wurden die vorher 20 Wohnungen in 25 Wohnungen umgebaut, um den gestiegenen Bedarf an kleineren Wohnungen zu decken. Die neu renovierten Wohnungen gelten nun als sehr begehrt und das Gesamtobjekt wird als Aufwertung des Stephansplatzes empfunden.

Die Sanierung im Detail:
  • Dämmung des Flachdaches mit Polyurethan-Hartschaum
  • Dämmung der Fassaden mit expandiertem Polystyrol
  • Einbau von Schallschutz-Fenstern mit Dreifach-Verglasung
  • Fernwärme ergänzt durch 2 Gas-Blockheizkraftwerke (BHKW)
  • Einbau einer aktiven Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • angenehmes Raumklima und Schimmelvorbeugung

Sanierung eines denkmalgeschützten Mehrfamilienhauses – Karlsruhe Innenstadt

Die 2008/09 durchgeführte Sanierung des ca. 1880 erbauten Mehrfamilienhauses ist eine besondere, denn bei dem Gebäude handelt es sich um ein Baudenkmal. Der Denkmalschutz ist bei diesem Gebäude vor allem auf die Zierelemente der Außenfassade bezogen, welche trotz der Sanierung vollständig erhalten blieben. Die alten Fenster wurden durch neue Holzfenster mit Sprossen ersetzt. So konnte die Fensterteilung des historischen Vorbilds wiederhergestellt werden. Es wurde zudem eine Neueindeckung des Daches mit Biberschwanzziegel durchgeführt.

Auf der Hofseite wurden alle Wohnungen mit neuen Balkonen ausgestattet. Dazu wurde eine Stahlkonstruktion vor die Fassade gestellt, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Durch die Sanierung konnten die Anforderungen der EnEV an einen vergleichbaren Neubau sogar unterschritten werden und das, obwohl Baudenkmäler nicht verpflichtet sind, diese Anforderungen zu erfüllen. Ein guter energetischer Standard und Denkmalschutz schließen sich also keineswegs gegenseitig aus.

Die Sanierung im Detail:
  • Sanierung eines Baudenkmals
  • Dämmung des Flachdaches mit Polyurethan-Hartschaum
  • Dämmung des Steildaches mit Mineralfaser
  • partielle Fassadeninnendämmung mit Mineraldämmplatten
  • Einbau von neuen Holz-Fenstern
  • Fernwärme ergänzt durch ein Gas-Blockheizkraftwerke (BHKW)
  • Einbau einer aktiven Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • angenehmes Raumklima und Schimmelvorbeugung

Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses – Karlsruhe Durlach

Das 1962 erbaute Mehrfamilienhaus wurde 2006/07 umfassend saniert. Es verfügt über insgesamt 18 Wohneinheiten und eine Wohnfläche von 1.071m². Durch die Sanierung konnte sowohl der energetische Standard als auch das Erscheinungsbild des Gebäudes deutlich verbessert werden.

Die ehemals offenen Balkone wurden teilweise mit einer Verglasung versehen und so zu attraktiven Wintergärten umfunktioniert. Dies erwies sich als wirtschaftliche Lösung, die zusätzliche Wohnfläche schafft. Die aus der Fassade hervorragenden Balkone wurden durch Stahlgeländer ergänzt. Um Wärmebrücken zu vermeiden erhielten die Betonbodenplatten eine ober- sowie unterseitige Wärmedämmung.

Die Heizung wurde ausgetauscht und durch zwei Brennwertkessel mit jeweils 50kW Leistung ersetzt. Eine 25m² große solarthermische Anlage erwärmt das Brauchwasser und unterstützt die Heizung.

Die Sanierung im Detail:
  • Dämmung des Flachdaches mit Polyurethan-Hartschaum
  • Dämmung der Fassaden mit expandiertem Polystyrol
  • Einbau von neuen Kunststofffenstern mit gutem U-Wert
  • neue Wintergartenverglasung mit Alufenstern
  • Erneuerung der Heizung mit 2 modernen Gas-Brennwertkesseln
  • Solarthermische Anlage

 

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